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Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Private Krakenkassen

Die Kostenübernahme durch private Krankenkassen ist nicht gesetzlich festgelegt.
Privatversicherte schließen mit der jeweiligen Krankenkasse einen individuellen Vertrag ab, der – je nach Tarif – bestimmte Leistungen enthält oder ausschließt.
Viele Tarife der privaten Krankenversicherungen schließen die teilweise Kostenübernahme für eine Ernährungsberatung mit ein.


Ob die Kostenerstattung für eine Ernährungsberatung Teil Ihres Tarifes ist, erfährrn Sie am besten, indem Sie mit Ihrem Versicherungsträger und gegebenenfalls Ihrer Beihilfe Kontakt aufnehmen – alle privaten Krankenversicherungen besitzen eine Service-Hotline, die für solche Fragen zur Verfügung steht. Da die Kosten einer Ernährungsberatung bei privatversicherten Patienten nicht unbedingt übernommen werden, empfiehlt es sich, unbedingt vor der Inanspruchnahme der Ernährungsberatung mit der jeweiligen Kasse Rücksprache zu halten und Klarheit zu schaffen.

Gesetzliche Krankenkassen

Die Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenkassen für eine Ernährungsberatung ist gesetzlich geregelt. Meist kommt hier der §43 des 5. Sozialgesetzbuchs (SGB V) zum Einsatz. Dieser Paragraph besagt, dass die Krankenkassen auch ergänzende Leistungen erbringen können, welche die Rehabilitation und damit den Gesundheitszustand chronisch kranker Patienten fördern. Konkret heißt das, gesetzliche Krankenkassen übernehmen tatsächlich einen Teil der Kosten für eine professionelle Ernährungsberatung. Dabei ist entscheidend, ob aufgrund der Erkrankung des Patienten eine Notwendigkeit, also eine medizinische Indikation, vorliegt. 

 

In der Regel verlangen die Krankenkassen dann eine Notwendigkeitsbescheinigung/Überweisung – eine Art Rezept – von einem behandelnden Arzt und einen Kostenvoranschlag der Ernährungsberaterin. Sie können hierfür Ihren Hausarzt, ein Allergologen, Diebetologen, Gastroenterologen oder ein anderer Arzt kontaktieren, der Sie behandelt. Sprechen Sie Ihren Arzt beim nächsten Besuch auf eine Ernährungsberatung an und lassen Sie sich eine entsprechende Überweisung ausstellen. Dann übernimmt Ihre Krankenkasse bis zu 85 Prozent der Kosten einer Ernährungsberatung bis zu einem Maximalbetrag, der je nach Krankenkasse variiert.

 

 

Folgende Erkrankungen qualifizieren sich für eine Kostenerstattung:

  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Schwangerschaftsdiabetes, Gicht, erhöhte Harnsäure und erhöhte Blutfette)
  • Erkrankungen der Verdauungsorgane (z.B. Gallen- und Lebererkrankungen)
  • Allergien und Unverträglichkeiten (z.B. Laktose-, Fruktose-, Salicylat-, und Histaminintoleranz, Glutenunverträglichkeit / Zöliakie)
  • Osteoporose
  • Erkrankungen der Haut
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck)
  • Krebserkrankungen,
  • Fehl- und Mangelernährung (z.B. Adipositas)

 

 

Zu der Höhe des Zuschusses äußern sich die Krankenkassen konkret:

  •  Versicherte, die älter als 18 Jahre sind, erhalten einen Zuschuss von bis zu 85 Prozent der Kosten für eine Ernährungsberatung, maximal aber den Höchstbetrag, der von der jeweiligen Krankenkasse festgelegt wird
  • Versicherte unter 18 Jahren erhalten einen Zuschuss von bis zu 100 Prozent der Schulungskosten, maximal aber den Höchstbetrag, der von der jeweiligen Krankenkasse festgelegt wird
  • Diejenigen Kosten, die nicht unter diese Regelung fallen, bzw. darüber hinausgehen, hat der Patient selbst zu tragen (Eigenanteil)

 

Abrechnung der Ernährungsberatung

 

Die Abrechnung der Ernährungsberatung erfolgt immer zwischen Ihnen und mir. Ich erstelle am Ende eines Termins eine Rechnung, die Sie zahlen. Nach abgeschlossener Ernährungsberatung reichen Sie die Rechnungen bei Ihrer Krankenkasse ein und erhalten dann den Anteil der Kostenübernahme von Ihrer Kasse.